Wirtschaft und Finanzen

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Für alle, denen es wichtig ist, dass die Kasse stimmt: GRÜNE Konzepte für eine solide Haushalts-, Wirtschafts- und Finanzpolitik

Ebenso wie die Sicherstellung sozialer Gerechtigkeit und der Erhalt der Umwelt ist eine ausgewogene und dauerhaft tragfähige Finanzpolitik die Basis für eine nachhaltige Entwicklung: Das geliehene Geld von heute gefährdet die Entwicklungs- und Handlungs-Chancen von Morgen; die jetzt aufgebauten Schulden sind die Grundlage für die Verteilungskonflikte der Zukunft.

Luisenplatz

Luisenplatz

Der über Jahrzehnte aufgelaufene Sanierungsstau in Verbindung mit einem enormen Wachstum der Stadt ist nicht innerhalb weniger Jahre zu lösen. In der kommenden Legislaturperiode muss das Ende der Neuverschuldung zur Deckung laufender Kosten beibehalten und die Tilgung bestehender Kredite fortgeführt werden, weil wir auch zukünftig die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt Darmstadt sicherstellen wollen. Aber es ist auch notwendig, dem Sanierungsstau und dem Wachstum der Stadt Rechnung zu tragen. Investitionen mit finanzieller Rendite für den Haushalt müssen jederzeit möglich sein.

Lebensfähigkeit der Kommunen sichern

Die erklärbar angespannte Lage des Darmstädter Haushalts ebenso wie der meisten anderen kommunalen Haushalte ist nicht allein ein Ausgabenproblem. Die Staatsquote, also das Verhältnis der Staatsausgaben zum Bruttoinlandsprodukt, ist trotz gestiegener Leistungen seit Jahren rückläufig. Bei diesen zusätzlichen Leistungen handelt es sich zu einem erheblichen Teil um Pflichtleistungen, die den Kommunen per Gesetz übertragen wurden. Hier sind Bund und Land gleichermaßen in der Pflicht, die kommunalen Finanzen stärker von der Konjunktur zu entkoppeln, den Kommunen eine aufgabengerechte Finanzierung und die nötigen Gestaltungsspielräume für die Sicherung der lokalen Herausforderungen zu gewähren.

Der GRÜNE Weg zum nachhaltigen Darmstädter Haushalt: Einsparungen, Einnahmeerhöhung und Effizienzsteigerung
Die letzten fünf Jahre haben dazu beigetragen, die finanzielle Handlungsfähigkeit der Stadt zurückzugewinnen. Gleichzeitig steht die Stadt vor der Herausforderung enormer Investitionen und laufender Kosten für die Sicherung der Zukunft. Ohne die enorme Ausweitung der Kinderbetreuung in den letzten fünf Jahren hätte das Ziel eines ausgeglichenen Haushalts und der Schuldentilgung viel früher erreicht werden können. Wir bekennen uns klar zum Ausbau der Kinderbetreuung und möchten sie fortsetzen und ausweiten. Und das Gesamtziel der Haushaltskonsolidierung darf nicht aus den Augen verloren werden.

Wir GRÜNE in Darmstadt setzen dafür auf den Dreiklang aus Einsparungen, Einnahmeerhöhung und Effizienzsteigerung.

Einsparungen

Die jährlich vorgelegten Haushaltssicherungskonzepte mit Einzelmaßnahmen und Ansätzen zur Verwaltungsreform hat unsere Koalition aus Bündnis 90/DIE GRÜNEN und CDU konsequent verfolgt; anders als das in Wahlperioden davor der Fall war. Diesen Weg werden wir fortsetzen. Wir verfolgen eine nachhaltige Investitionspolitik: Investitionen müssen auf ihre Folgekosten hin untersucht werden, Vorrang haben Bildung, Betreuung und der Erhalt vorhandener Infrastruktur (beispielsweise Sanierung maroder Straßen, statt Neubau neuer Trassen). Investitionen dienen über ihren Lebenszyklus auf lange Sicht der Einsparung von Kosten für den Darmstädter Haushalt.
Wir werden transparent machen, dass die Investitionen der bauverein AG in neue Wohnungen und die Investitionen des städtischen Immobilienmanagements in Schulen und Kindergärten die späteren Folgekosten berücksichtigen.

Einnahmeerhöhungen

Grundsätzlich sind alle Möglichkeiten zur Einnahmeerhöhung auszuschöpfen. Das bedeutet, dass das Finanzmanagement sich auch auf die Nutzung von Landes-, Bundes- und EU-Programmen zur Kofinanzierung kommunaler Aufgaben ausrichten muss. Verhandlungen mit den uns umgebenden Kreisen müssen mit dem Ziel eingeleitet werden, höhere Beiträge für die Nutzung unserer Infrastruktur zu erzielen. Wir sind der Überzeugung, dass entsprechende Beteiligungen in anderen Handlungsfeldern, beispielsweise zur Finanzierung der Berufsschulsanierung, in der sozialen Infrastruktur oder in der Kulturförderung sinnvoll sind.

Einnahmeerhöhungen, die wie bei der bauverein AG durch neue Dividendenzahlungen an die Stadt geplant sind, müssen zweckgebunden eingesetzt werden, in diesem Fall zur Schaffung neuer Sozialwohnungen wie beispielsweise im Blütenviertel in Arheilgen. > Wohnen Ein weiteres Beispiel ist die Erhöhung der Spielapparatesteuer, die zweckgebunden für Maßnahmen der Sucht- und Drogenhilfe eingesetzt wird. > Soziales Grundsatz muss sein, dass Verkäufe städtischen Vermögens vorrangig zur Schuldentilgung eingesetzt oder reinvestiert werden.

Die faire Beteiligung von Bürgerschaft und Wirtschaft an den Kosten für städtische Leistungen ist unabdingbar, weshalb die städtischen Gebühren weiterhin regelmäßig auf Kostendeckung überprüft werden. Modelle wie die finanzielle Unterstützung der GSI an der neuen Buslinie G möchten wir ausweiten, um Nutznießer von städtischen Investitionen an den Kosten zu beteiligen. Wir stellen sicher, dass einer fairen Leistung auch stets ein fairer Preis gegenübersteht. Diesen Prozess möchten wir fortsetzen und dabei garantieren, dass keine Gruppe einseitig belastet wird.

Effizienzsteigerungen

Verwaltungsabläufe und -strukturen müssen modernisiert werden. Eine wissensbasierte Verwaltungsstruktur ist die Grundvoraussetzung für eine Steigerung der Verwaltungseffizienz und ermöglicht die Schaffung neuer Dienstleistungen für Bürgerinnen und Bürger. Dezentrale Finanz- und Ressourcenverantwortung muss dazu beitragen, dass alle Verwaltungseinheiten Anreize für eigenständige intelligente Konzepte erhalten. Sowohl veraltete Heizungsanlagen und undichte Fenster in öffentlichen Gebäuden als auch lange Wege und Doppelstrukturen in der Verwaltung kosten Geld, ohne dass sie der Stadtgesellschaft eine Leistung zur Verfügung stellen. Diese Effizienzpotenziale wollen wir ebenso ausschöpfen wie die Möglichkeit zur Kooperation mit anderen öffentlichen Einrichtungen und Gebietskörperschaften sowie mit privaten Akteurinnen und Akteuren.

Gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern entscheiden

Die existenzielle Aufgabe der Haushaltskonsolidierung wird nur gelingen, wenn sie von den Menschen in unserer Stadt gewünscht und mitgetragen wird. Wir GRÜNE in Darmstadt wollen gemeinsam mit den Menschen in unserer Stadt diskutieren, wo und warum gespart werden muss oder kann und wo wir in Notwendigkeiten oder in die Zukunft investieren müssen und wollen. Der von uns eingeführte Bürgerhaushalt erfreut sich jedes Jahr steigender Beteiligung und muss fortgesetzt werden – gleichwohl zeigen viele eingehende Vorschläge aber auch, wie ausgereizt das Sparen bereits ist. Hier müssen wir die Handlungsfähigkeit weiter zurückgewinnen.Read More

Mehr Verantwortung, faire Lastenteilung: Verwaltungsreform

Aufgabe der politischen Führung und der zentralen Ausgabensteuerung ist es, den finanziellen Rahmen für einzelne Aufgabenfelder zu definieren und nicht – wie derzeit üblich – bis ins Detail Vorgaben zu machen. Innerhalb des gesetzten Rahmens müssen Einzelentscheidungen viel stärker als bisher in die Zuständigkeit der Dezernate und einzelnen Ämter gelegt werden, um zeitnahe und sachgerechte Entscheidungen zu ermöglichen.Read More

Haushaltsplanung neu denken: Früh, langfristig, steuernd

Dass wir in der Legislaturperiode 2011-2016 jeden Haushalt fristgerecht vor dem Jahreswechsel verabschieden konnten, ist eine Rückkehr zu gutem Planen und Wirtschaften und sorgt frühzeitig für Planungssicherheit bei Vereinen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie der Stadtgesellschaft. Das umgesetzte Produktbuch ermöglicht eine gute Transparenz über Umfang und Qualität der städtischen Leistungserbringung.

Durch die langwierige Prüfung des Haushalts bei der Aufsichtsbehörde kam es dennoch immer zu einem faktischen Zeitverlust des ersten Quartals für Ausschreibungen, Auszahlungen und Investitionen.
Der nächste Schritt einer guten Haushaltspolitik ist daher für uns die Verkürzung des Zeitraums für die Haushaltsaufstellung. Read More

Statt eine politische Diskussion über teilweise vier- oder fünfstellige Beträge zu führen, soll sukzessiv eine Haushaltssteuerung mit eigenverantwortlicher Umsetzung in den Ämtern entwickelt werden.

Darmstadt als boomenden Wirtschaftsstandort weiterentwickeln

Darmstadium und alte Stadtmauer

Darmstadium und alte Stadtmauer

In den letzten fünf Jahren konnte die Stadt mit der Entwicklung der Konversionsflächen die örtlichen Firmen stärken und beispielsweise mit der Firmenzentrale von Alnatura einen spektakulären Zuzug aus dem Bereich „Grüne Wirtschaft“ gewinnen. Dies bestätigt den hohen Stellenwert Darmstadts insbesondere bei den weichen und harten Standortfaktoren.
Die angespannte Haushaltssituation lässt zurzeit keine Spielräume für die Senkung von Steuern und Abgaben zu. Darmstadt braucht vielmehr diese Einnahmen, um die Attraktivität des Wirtschaftsstandorts zu gewährleisten. Die Wirtschaft profitiert im Wettbewerb um Fachkräfte von diesen Maßnahmen (alleine über 20 Mio. jährlich für Kinderbetreuung).
Gemessen an der Zahl der Unternehmen und der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ist Darmstadt geprägt vom wirtschaftlichen Mittelstand. Gewerbe-, Handwerks- und Handelsbetriebe machen auch weiterhin Darmstadt stark und vielfältig. Und dafür stehen wir Darmstädter GRÜNE: wir wollen keine Klientelpolitik für wenige Großkonzerne machen. Wir stehen für die Vielfalt – auch im Wirtschaftsleben. Wir möchten die lokale Wirtschaft unterstützen, sie erhalten und weiter ausbauen.

Dafür setzen wir auf Kommunikation – für die Interessen der lokalen Wirtschaft haben wir GRÜNE in Darmstadt offene Ohren. Wir möchten die nachhaltige Entwicklung unserer Stadt und die soziale Verantwortung weiterentwickeln. Viele Unternehmen – von börsennotierten Unternehmen wie Merck bis hin zu Kleinstunternehmen – machen dies durch ihr Engagement in der Stadt bzw. in den Quartieren bereits vor. Ihnen wollen wir eine besondere Plattform bieten, um sich im städtischen sowie im überregionalen Wettbewerb darstellen zu können.

Erhaltung der Attraktivität der Innenstadt

Spielgerät Wilhelminenstraße

Spielgerät Wilhelminenstraße

Der Einzelhandel befindet sich in einer Phase des Umbruchs. Schon jetzt wird jeder zehnte Euro im Online-Handel ausgegeben. Einkaufzentren auf der „grünen Wiese“ treten in Konkurrenz zu den Innenstädten. Der stationäre Einzelhandel wird mehr und mehr durch Konzentration und Handelsketten geprägt.
Wir möchten die Attraktivität der Darmstädter Innenstadt als Ort des Einkaufens und der Begegnung für die Bürgerinnen und Bürger erhalten. Dies möchten wir erreichen, indem wir der Innenstadt ein eigenes Gesicht geben. Die Bürgerinnen und Bürger sollen sich in ihrer Stadt wohlfühlen und auch ohne Konsum verweilen können. Hierfür möchten wir Orte schaffen. > Stadtentwicklung und Mobilität, > Kultur Der innerstädtische öffentliche Fuß-, Rad- und Nahverkehr soll gestärkt werden, um der Notwendigkeit zur Nutzung des Autos für die Einkäufe entgegenzuwirken. > Stadtentwicklung und Mobilität

Schlüsselzuweisungen steigern und Finanzausgleich weiterentwickeln

Darmstadt wächst deutlich stärker, als alle Prognosen vor fünf Jahren dies vorhergesehen hätten. Dies führt zu gestiegenen Schlüsselzuweisungen, aber auch zu überproportional gestiegenen Ausgaben beispielsweise im Infrastrukturbereich.

Wir unterstützen die Novellierung des kommunalen Finanzausgleichs und fordern eine Ausweitung der Berücksichtigung der Aufgaben von wachsenden Großstädten: So trägt Darmstadt – gerne – eine weit größere Last beim Bau von Sozialwohnungen. Diese muss sich aber in erhöhten Schlüsselzuweisungen niederschlagen. Gemeinsam mit dem Landkreis soll ein fairer Lastenausgleich gefunden werden. Der Landkreis als Teil der boomenden Region muss solche Aufgaben mit übernehmen bzw. mit finanzieren.

Investitionen in Effizienz und Substanzerhalt haben Priorität

Auch unter den bestehenden schwierigen finanziellen Bedingungen bleibt es unerlässlich, die notwendigen Investitionen in Effizienz und Substanzerhaltung zu tätigen. Unterlassene Instandhaltungen rächen sich später mit noch höheren Kosten, unterlassene Investitionen in Bildung, Kinderbetreuung und Soziales berauben Menschen einer Zukunft als integrierte Mitglieder der Gesellschaft.

Für uns GRÜNE liegen die Ziele aller Investitionen in nachhaltigen Verbesserungen von Lebensqualität und von Funktionalität der Infrastruktur. Wir brauchen funktionierende Schulen, Straßen, Kanäle, Verwaltungsgebäude, Versammlungs- und Sportstätten. Vorrang vor baulichen Erweiterungen und Neubauten muss dabei eine nachhaltige Bestandserhaltung haben. Grundlegend zu sanieren ist auf Dauer deutlich billiger als ständig zu reparieren:Read More

ÖPP nicht als Finanzierungsinstrument

Öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) speziell bei Investitionen sehen wir nur als Instrument für Planung und Durchführung von Bauvorhaben. Bei der derzeitigen Niedrigzins-Situation wird die Finanzierung durch Dritte immer teurer sein als durch die Stadt selbst. Die Nutzung von ÖPP zur Umgehung von Investitionsbeschränkungen durch die Aufsichtsbehörden sehen wir ebenfalls im Sinne einer Haushaltswahrheit kritisch und setzen uns dafür ein, gemeinsam mit dem Regierungspräsidium bei finanziell rentablen Investitionen Ausnahmen zu definieren.

Breitbandausbau für ganz Darmstadt

DSLAM für schnelles Internet

DSLAM für schnelles Internet

Das Internet ist als Quelle von Informationen und Dienstleistungen aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken. Der Zugang zu schnellem Internet ist für Gewerbetreibende zur notwendigen Voraussetzung geworden, um ihre Unternehmen zu betreiben. Wir unterstützen den Ausbau des breitbandigen Internets in Wixhausen, wo der freie Markt kein Interesse hat.
Wir unterstützen die Initiativen für freies WLAN ohne die Einschränkungen der auf Bundesebene zu regelnden Störerhaftung. Unser Parteibüro geht als Beispiel voran und ist seit 1,5 Jahren mit einem Freifunk-Router ausgestattet. > Netzpolitik

Nachhaltiges Beschaffungswesen und Green IT

Das öffentliche Beschaffungsvolumen beträgt allein in Deutschland rund 246 Milliarden Euro und somit 13 % des Bruttoinlandsproduktes. So kommt der öffentlichen Hand und damit auch den Kommunen eine große Bedeutung bei der Nachfrage nach Produkten und Leistungen zu. Die aktuellen Vergaberichtlinien der EU-Kommission und ihre Umsetzung ins deutsche Recht erlauben der öffentlichen Hand, Nachhaltigkeitskriterien in die Vergabe einfließen zu lassen.Read More

Einfluss auf die Daseinsvorsorge sichern – Stadtwirtschaft intelligent weiterentwickeln

Die Sicherung der Grundversorgung der Bevölkerung mit Wasser und Energie, die Bereitstellung von Schulen, Kindergärten und Wohnraum, Straßen und von Angeboten des Nahverkehrs gehört ebenso zur Daseinsvorsorge in unserer Stadt wie die Abwasser- und Abfallbeseitigung, das Gesundheitswesen (z.B. Klinikum > Soziales) sowie viele weitere Aufgaben. Einen Großteil dieser Leistungen erbringt die Darmstädter Stadtwirtschaft, d.h. die Unternehmen, an denen die Stadt beteiligt ist.Read More

Nachhaltige Wirtschaftsentwicklung fördern

Wir GRÜNE stehen für eine soziale und ökologische Marktwirtschaft. Bedingung dafür sind klare Regeln, um das Funktionieren der Märkte und das Erreichen gesellschaftlicher Ziele sicherzustellen, und nicht neoliberale Deregulierung. Es bedarf Regelungen, die ökologisches und soziales Handeln der Marktteilnehmerinnen und -teilnehmer belohnen. Die strukturell nicht überwundene globale Finanzmarktkrise und die sich daraus ergebenden Probleme für die Realwirtschaft zeigen, welche Folgen aus einer Wirtschaft ohne Leitplanken erwachsen. Wir setzen auf Nachhaltigkeit und Bürgerbeteiligung, da uns auch das Morgen wichtig ist.

Entsprechend dem „Hessischen Tariftreue und Vergabegesetz“ bevorzugen wir die Beauftragung regionaler Unternehmen, um die regionale Wertschöpfung zu unterstützen. Jeder Euro in der Region ist sozial wertvoll. Er hilft, unnötigen Verkehr zu vermeiden und leistet damit einen Beitrag zum Klimaschutz.

Unsere Position zu TTIP, CETA und TISA

Nach aktuellem Wissensstand besteht durch TTIP, CETA und TISA die große Gefahr, dass Entscheidungen gefällt werden, bei denen Großkonzerne gewinnen und Bürgerinnen und Bürger bezahlen. Nach jetzigem Kenntnisstand soll die Kommunalwirtschaft stark reglementiert werden. Dies könnte für Darmstadt bedeuten, dass wir uns bei der Daseinsvorsorge, wie z.B. mit Wasser und Strom, nicht so engagieren können, wie es am besten für unsere Bürgerschaft ist. Der Wohnungsmarkt soll weiter dereguliert werden. Aber wo bleiben dabei die Menschen, die sich die teuren Mieten in unserer Region nicht leisten können? Soziale Standards sollen herabgesetzt werden. Diese Form des Wirtschaftens entspricht nicht unserer Vorstellung von einer sozialen und ökologischen Wirtschaft.
Wir wollen eine Beteiligung der Öffentlichkeit an den Verhandlungen über TTIP, CETA und TISA, damit unsere Wirtschaft allen zugute kommt.

Wertschöpfung der Zukunft: Kreativ, divers, innovativ, nachhaltig

Gute Wirtschaftspolitik ist Interessenpolitik für die Zukunft, und nicht Interessenpolitik für Wirtschaftsverbände, Lobbygruppen und Wohlhabende. Wir GRÜNE wollen das Fundament für eine nachhaltige Wirtschaft legen, die sparsamer mit den kostbaren Ressourcen umgeht und neue Beschäftigung schafft – keine Billigjobs, sondern Arbeitsplätze mit Zukunft. Dazu brauchen wir kluge Innovationen – nicht nur technologische, sondern auch soziale und kulturelle. Den Mix von Kultur, Weltoffenheit, Wissenschaft und Wirtschaft, der eine der Stärken gerade des Rhein-Main-Gebietes ist, werden wir als Chance für Darmstadts Entwicklung nutzen.

Der folgende Abschnitt ist so auch im Kapitel Kultur enthalten
L1A: Makers Space Lauteschläger 1A als offene Werkstatt für kreatives Arbeiten erhalten

Der L1A Makerspace e.V. betrieb bis Juli 2015 eine kleine, nicht-kommerzielle Werkstatt im Herzen Darmstadts. Dann musste der Verein die Arbeit einstellen, da ihm ab diesem Zeitpunkt die Räumlichkeit und die Maschinen nicht mehr zur Verfügung standen.
Fast zwei Jahre lang konnte zuvor jede/r, die/der wollte im L1A Makerspace basteln, bauen und lernen, kreative Vorstellungen aller Art umzusetzen. 
Das Angebot fand regen Zuspruch. Es entstand ein kreatives Netzwerk aus jungen Menschen der Bereiche Design, Kunst, Industrie, Architektur und Elektronik. Wir GRÜNE wollen den Verein L1A Makerspace bei der Suche nach neuen Räumen unterstützen, damit dieser Kreativpool für Darmstadt erhalten bleibt.

FabLab als Fabrikationslabor für Start-ups und Neugründungen

Im FabLab Darmstadt können interessierte Personen neue Technologien der digitalen Fabrikation ausprobieren und mit ihnen experimentieren. Unerfahrene Nutzerinnen und Nutzer werden geschult und angeleitet. Zugleich ist das FabLab Darmstadt ein Raum, in dem sich Kreative, Erfinderinnen und Erfinder, Forscherinnen und Forscher sowie Programmiererinnen und Programmierer zum gemeinsamen Arbeiten und zum Austausch treffen. Das Wissen, das im Fabbing & Founding-Projekt erarbeitet wird, wird durch spezielle Workshops an Unternehmen Start-ups, User-Entrepreneurs und Studierende weitergegeben. Wir GRÜNE wollen den Gedanken aufgreifen und für Darmstadt weiterentwickeln.

Gutes Klima für helle Köpfe

Ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum erfordert meist nicht ein Mehr an Rohstoffen oder Energie, sondern eine verstärkte Wertschöpfung durch Wissen. Mittlerweile ist lebensbegleitendes Lernen für weite Kreise der Bevölkerung selbstverständlich geworden. Der leichte Zugang zu Aus- und Weiterbildung ist ein zukunftsweisender Aspekt, gerade für Kommunen wie die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Darmstadt hat bereits heute eine gute Angebotsvielfalt. Nur ist der Zugang zu den bestehenden Angeboten in Darmstadt noch viel zu schwerfällig.Read More

Wirtschaftsförderung neu denken

Wir wollen die Darmstädter Unternehmen dabei unterstützen, in der Region, in Deutschland und in Europa erfolgreich zu sein. Speziell der Ausbau und die Anwendung von Umwelt- und Informationstechnologie sowie die Kreativwirtschaft können neue Märkte erschließen und zusätzliche Arbeitsplätze schaffen. An unseren Hochschulen in Darmstadt gibt es viele Studierende, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen. Wir suchen die Zusammenarbeit mit den Hochschulen, damit Ergebnisse aus Forschung und Entwicklung in der Praxis Form annehmen können.Read More

Internationalität stärken

Studierende aus aller Welt kommen nach Darmstadt. Internationale Forschungseinrichtungen prägen unsere Forschungslandschaft. International tätige Unternehmen haben Niederlassungen in Darmstadt. Die Stadt soll die ausländischen Neubürgerinnen und Neubürger beim Ankommen in Darmstadt unterstützen. Alle Bürger-Dienste und Informationen, die über das Internet verfügbar sind, müssen mehrsprachig sein. Formulare darf es nicht nur in deutscher Sprache geben. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Darmstadt werden ausgebildet, um Beratungsgespräche auch auf Englisch führen zu können. > Interkulturelles

Wirtschaft und Ökologie

Erfolgreiches wirtschaftliches Handeln erfordert eine schlanke und effiziente Verwaltung. Wir GRÜNE wollen die wichtigsten Prozesse für die lokalen Unternehmen weiter beschleunigen und entbürokratisieren. Dazu zählen die Anmeldung / Ummeldung von Firmen, die Transparenz über bestehende Fördermittel, die Beantragung von Bauanträgen, insbesondere von solchen zum Zwecke der ökologischen Gebäudesanierung.

Wir wollen, dass jedes Unternehmen in Darmstadt eine Klimabilanz erstellt. Die Stadt wird bei der Erstellung die notwendigen Werkzeuge und Vergleichsdaten zur Verfügung stellen. Mit der Erhebung der Daten hat jedes Unternehmen seine aktuelle Situation im Blick und erhält wertvolle Maßnahmen vom neuen Nachhaltigkeits-Dezernat kostenfrei präsentiert. > Umwelt

Nachhaltiges Wirtschaften erfordert einen nachhaltigen und schonenden Umgang mit Ressourcen – wir werden die ökologischen und die sozialen Folgekosten des Wirtschaftens stärker transparent machen und auch Mittel und Wege für die Darmstädter Wirtschaft aufzeigen, diese weiter zu reduzieren.

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