Umwelt (Kurzfassung)

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Für alle, denen Natur und Umwelt am Herzen liegen: GRÜNE Konzepte für den Umwelt-, Natur- und Artenschutz

Flyer als pdf

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Zur Langfassung des Programmes

Für uns GRÜNE ist der Schutz unseres gesamten Lebensraums, der Umwelt- ebenso wie der Natur- und Arten­schutz, die Kernaufgabe städtischer Daseins­fürsorge. Auch in wirtschaftlich und gesellschaftlich schwierigen Zeiten sind Umwelt-, Natur- und Arten­schutz unverzichtbar, denn die Umweltsünden von heute sind die Kosten von morgen. Unser Umwelt- und Natur­schutz­programm steht für ein ökologisches, zukunftsfähiges und vor allem lebenswertes Darmstadt und soll unserer Verantwortung gegen­über der Natur ebenso gerecht werden wie den nachfolgenden Generationen.

Stadtklima, Boden und Luft

Feinstaub Messstation Hügelstraße

Feinstaub-Messstation Hügelstraße

Lärm, Feinstaub, Bodenbelastungen und vor allem Stickoxide bedrohen die Gesundheit der Menschen. Die Bekämpfung dieser Gefahren hat höchste Priorität. Der Klimawandel ist in vollem Gange und seine Auswirkungen zeigen sich weltweit in extremen Wetter­situationen. Auch Darmstadt ist hiervon nicht ausgenommen. Daher haben wir GRÜNE uns 2014 dafür eingesetzt, dass Haushaltsmittel bereitgestellt werden, um ein Klima­gutachten für Darmstadt zu erstellen. Es wird uns erlauben, mit spezifischen Klima­anpassungs­strategien bestmöglich auf negative Auswirkungen des Klimawandels zu reagieren und das Mikroklima unserer Stadt aktiv positiv zu beeinflussen.

Einige Maßnahmen um das Mikroklima unserer Stadt positiv zu beeinflussen und um unsere Natur und Umwelt zu erhalten werden im Folgenden kurz vorgestellt und im ausführlichen Wahlprogramm genauer erläutert.

Bäume in unserer Stadt

Fasanerie Darmstadt-Kranichstein

Fasanerie Kranichstein

Die Bäume im Stadtgebiet müssen geschützt werden. Da eine Neu­pflanzung einen aus­gewachsenen Baum nur bedingt ersetzen kann, dürfen Bäume auf öffentlichen Flächen nur unter Wahrung der Rechtsgültigkeit und Berücksichtigung sämtlicher möglicher Alternativen gefällt werden. Wir GRÜNE halten für den Baumbestand auf privaten Flächen an der Darmstädter Baumschutzsatzung fest.

Für jeden gefällten Baum auf städtischen Flächen müssen Ausgleichs­pflanzungen innerhalb des Quartiers erfolgen. 

Vertikale Stadtparks

Darmstadt ist eine wachsende Stadt, die sich in einer baulichen Nach­verdichtungs­phase befindet. In diesem Zusammenhang ist die Erhaltung und Neuschaffung von Grünflächen unabdingbar. Dach- und Fassaden­begrünungen sind in eng bebauten Vierteln geeignete Möglichkeiten, um im Gebäudebestand die „grüne Lunge“ zu stärken. Sie können als „vertikaler Stadtpark“ auf kleinster Grundfläche gesehen werden, der mit geringen Kosten und einem guten Kosten/Nutzen-Verhältnis verbunden ist.

Deshalb setzten wir GRÜNE uns für die Auflage eines Dach- und Fassaden­begrünungs­programms ein.

Darüber hinaus wollen wir GRÜNE

  • einen Bebauungsplan für die Lichtwiese, der den Erfordernissen des Stadtklimas Rechnung trägt
  • die Einführung von Lärm­ober­grenzen für den Flugverkehr und die lärm­mäßige Optimierung der Flugroute über Darmstadts Norden
  • die Umweltzone konsequent umsetzen und uns dafür einsetzen, dass das Lkw-Durchfahrverbot für die Innen­stadt streng überwacht wird
  • Tempo 30 in der Innenstadt und Ausbau öffentlicher Verkehrs­mittel, insbesondere weiterer Straßenbahnlinien
  • den Einsatz von Elektrobussen erproben
  • wo immer möglich begrünte Gleise für Straßenbahnen, bestenfalls sogenannte „Sedumgleise“

Schutz der biologischen Vielfalt in Darmstadt

Frühling im Herrngarten

Frühling im Herrngarten

In Zeiten des rapiden Verlustes an Pflanzen- und Tierarten und der groß­flächigen Zerstörung von Lebensräumen durch den Menschen ist es unabdingbar, auf kommunaler Ebene einen praktischen Beitrag zum Natur- und Artenschutz zu leisten. Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, dass der praktische Natur­schutz in Darmstadt voran­getrieben wird. Vom Natur­schutz­beirat der Stadt Darmstadt wurde das Maßnahmen­programm „25 Schritte zur biologischen Vielfalt in Darmstadt“ entworfen, das nun zügig umgesetzt werden muss.

Wildbiene und Hummel

Wildbiene und Hummel

Praktischer Natur- und Artenschutz kann sich in sehr vielen kleinen, aber wirksamen Aktionen zeigen, wie beispielsweise in der naturnahen Pflege von städtischen Grünanlagen – eine Wild­blütenwiese anstelle eines Einheits­rasens bedeutet lebendige Natur inmitten der Stadt.

Schrittweise sollen Parks, Spielplätze, Schulhöfe und andere städtische Flächen in naturnahe Bereiche mit hoher biologischer Vielfalt umgestaltet werden.

Um für Darmstadt typische, ins­besondere aber gefährdete Arten und Lebens­räume zu schützen, wollen wir gezielte Programme aufstellen und vorhandene Biotope zu Biotop­verbünden zusammenschließen lassen.

Umsetzungs- und Erfolgskontrolle

Darmbachaue

Darmbachaue

Umsetzungs- und Erfolgskontrollen sind für jedes Maßnahmen­programm ent­scheidend. Deswegen soll ein Indikatoren­system für den Naturschutz entwickelt werden. Ziel ist es, dass Darmstadt 2021 messbare Erfolge aufzeigen kann. Praktischen Natur- und Arten­schutz gibt es nicht zum Nulltarif, aber er ist unermesslich wertvoll.

Diese Überzeugung muss sich auch in einer ausreichenden Finanzierung und Personalausstattung niederschlagen.

Für die umfassende Umsetzung dieses Maßnahmen­programms wollen wir die Aufgabe einer fach­kompetenten, ämter­über­greifenden und quer vernetzenden verantwortlichen Koordinierung des Umwelt- und Natur­schutzes innerhalb des zuständigen Dezernats fest verankern.

Umweltbildung und Kooperation

Besonders wichtig ist die Einbindung der Bürgerinnen und Bürger in die Zielsetzungen und Umsetzung des Naturschutzes. Hierfür müssen sie umfassend informiert werden. Dabei können Naturschutzverbände, Initiativen, der botanische Garten sowie unsere Hochschulen und Universität einen wertvollen Beitrag leisten. Durch die Einbeziehung von Schulen soll auch Kindern und Jugendlichen praktischer Naturschutz nahe gebracht werden. Gerade das „Umweltdiplom“ stellt ein gutes Beispiel gelungener Kooperation dar. Es soll beibehalten und stärker gestützt werden.

Die ehemalige Stadt­gärtnerei in der Orangerie als Ort für Inklusion und Ökologie

Orangerie

Orangerie

Teile eines der Konzepte für die ehe­malige Stadt­gärtnerei in der Orangerie sind eine ökologisch ausgerichtete Gärtnerei, ein Natur­erlebnis- und Lernort, der Betrieb eines Stützpunktes des Grün­flächen­amtes sowie eine Multi­funktions­fläche für Kerb und Bauern­markt. Weiterhin sind Büro-, Seminar- und Werkstatträume vorgesehen. Wir unterstützen das Konzept und wollen dafür mögliche Fördermittel in der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ nutzen.

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