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Für alle, die in Darmstadt den Altersdurchschnitt senken: GRÜNE Konzepte für mehr Beteiligung von Jugendlichen

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Wir GRÜNE räumen Kindern und Jugendlichen eigenständige Rechte ein. Wir wollen sie gezielt fördern und schützen, wo Familien dies nicht leisten können. Wir nehmen Kinder und Jugendliche mit ihren Anliegen ernst und setzen auf eine Kinder- und Jugendpolitik, die sie ermutigt und es ihnen ermöglicht, ihre jeweils eigene Identität zu entwickeln.

Eine kinder- und jugendgerechte Stadtentwicklung bezieht Kinder und Jugendliche aktiv ein und berücksichtigt ihre Bedürfnisse. Dies ist bei allen Entwicklungsprojekten zu berücksichtigen.

Wir GRÜNE wollen flächendeckend echte Mitwirkungsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche. Deshalb fördern wir verstärkt Beteiligungsformen, die wir gemeinsam mit den Jugendlichen entwickeln wollen. Für uns gilt: Alle Jugendlichen, egal ob mit oder ohne Behinderung, mit oder ohne Migrationshintergrund, gleich welcher sexuellen Identität, gehören dazu.

Wir stehen für eine emanzipatorische Jugendpolitik. Das bedeutet ein Mehr an sozialer Gerechtigkeit, Selbstverantwortlichkeit und Eigenständigkeit für Jugendliche.

Die heutige Jugendgeneration ist zutiefst gespalten: Während viele mit Optimismus in die Zukunft schauen, sind andere schon in jungen Jahren davon überzeugt, auf der Schattenseite des Lebens zu stehen. Eine von Geburt an gegebene Chancenungleichheit, die auch durch das dreigliedrige Bildungssystem nicht ausgeglichen werden konnte, erschwert ihnen die Zukunft. Hier muss kontinuierlich gestützt und gefördert werden.

Gerade junge Menschen brauchen Freiräume, um sich auszuprobieren. Wir GRÜNE wollen ihnen diese Freiräume wieder eröffnen und streben dazu eine dringend notwendige gesellschaftliche Auseinandersetzung zu Gerechtigkeitsfragen an.

Beteiligung von Jugendlichen

Wir wollen Schülerinnen und Schüler, Auszubildende, Studierende und junge Erwachsene in die Stadtpolitik einbeziehen. Dies muss auf verschiedenen Ebenen geschehen:

Allgemein

Wir wollen ein mit den Jugendlichen abgestimmtes Beteiligungsformat etablieren. Ein sinnvolles Modell muss gemeinsam gefunden und entwickelt werden. Über das gefundene Beteiligungsformat könnten die Jugendlichen zum Beispiel Antrags- und Rederecht in den Ausschüssen der Stadt und einen beratenden Sitz in kommunalen Fachausschüssen und Beiräten bekommen.

Schülerinnen und Schüler

Der StadtschülerInnenrat muss ausgebaut werden. Er soll einen beratenden Sitz im Schulausschuss und erweiterte finanzielle Mittel erhalten. Um die Vertretungsstruktur zu stärken, muss eine Geschäftsführung eingeführt werden.

Studentinnen und Studenten

Wir GRÜNE nehmen die einzigartige studentische Kultur ernst und erkennen sie als gleichberechtigten Partner an. > Kultur

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) zwischen den Campussen Lichtwiese und Stadtmitte muss weiter ausgebaut werden.

Es bedarf mehr studentischen Wohnraums, wobei der Bau von bezahlbaren Wohnheimen für Studierende intensiviert werden muss.

Politische und kulturelle Bildung für Kinder und Jugendliche

Um das politische Bewusstsein zu stärken, soll das Angebot an altersgerechter, politischer Bildung erweitert werden.

Es muss an den Schulen Workshops zur politischen Bildung sowie außerschulische Bildungsarbeit geben, um Jugendliche zu fördern und sie bei der Entwicklung von Kompetenzen zu unterstützen.

Wir wollen in kulturellen Einrichtungen gezielte Angebote für Jugendliche schaffen und vorhandene weiter ausbauen (z.B. besondere Aufführungen im Staatstheater).

Es gilt, studentische Kooperationen mit kulturellen Einrichtungen zu fördern. > Kultur

Sozialpolitik für Kinder und Jugendliche

Kinder und Jugendliche sind von Armut stärker und häufiger betroffen als Erwachsene – auch in Darmstadt. Kinderarmut zeigt sich bei uns durch eine eingeschränkte materielle Grundversorgung, verminderte Bildungschancen, eine schlechtere Gesundheit und geringere sozialer Teilhabe.

Dies gilt es, als Stadt zu bekämpfen und die Situation durch niedrigschwellige Angebote zu verbessern. Mit der Einführung der Teilhabecard der Stadt Darmstadt wurde das Bildungs- und Teilhabepaket unbürokratisch umgesetzt und über den gesetzlichen Anspruch hinaus Angebote zur Chancenverbesserung geschaffen. Wir wollen diese Maßnahmen weiter ausbauen und für staatliche Kultureinrichtungen kostenlosen Eintritt für benachteiligte Kinder und Jugendliche möglich machen.

Ausgrenzung beginnt in den Köpfen – deshalb ist es wichtig, Jugendliche in der Bildungsarbeit für soziale Ausgrenzung zu sensibilisieren und Vorurteile abzubauen.

Die Stadtteile Arheilgen, Eberstadt, Wixhausen und Kranichstein haben in Darmstadt den höchsten Anteil an Minderjährigen. Um sie zu erreichen, ist es wichtig, vor Ort gezielte Projekte wie beispielsweise offene Sportangebote anzubieten und zu fördern.

Subkultur und Freiräume für Entfaltung

Wir GRÜNE erkennen und akzeptieren temporäre Jugendbewegungen und sehen neue Interpretationen von vorherrschender Kultur als Bereicherung für unsere Gesellschaft an. So leistet beispielsweise die Oetinger Villa für Darmstadt seit mehr als zwanzig Jahren wichtige Jugend- und Kulturarbeit. Uns GRÜNEN ist es wichtig, dass diese eigenständige Subkultur Teil der Darmstädter Kulturlandschaft bleibt und auch weiterhin einen Kontrapunkt zu den etablierten Kultureinrichtungen der Stadt bietet. > Kultur

Mobilität für junge Menschen

Wir stehen für sichere Fuß- und Fahrradwege im näheren Umfeld von und insbesondere vor Schulen sowie eine direkte Fahrradverbindung zwischen den Campussen Lichtwiese und Stadtmitte. Das Fahrradverleihsystem soll erhalten und das Stationensystem erweitert werden. > Stadtentwicklung und Mobilität

Unser Ziel ist die Einrichtung eines solidarisch finanzierten Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) mit möglichst geringen Kosten für die Darmstädter Bevölkerung. Deshalb setzten wir uns dafür ein, dass eine Machbarkeitsstudie durchgeführt wird, die die Weichen für eine grünere und mobilere Stadt stellt.

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